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Estrich fachgerecht aufheizen: so geht´s

Wenn sich etwas in zu kurzer Zeit zu stark ausdehnt oder zusammenzieht, hinterlässt das in der Regel Spuren: Risse sind die Folge. So ist es auch beim Umgang mit Estrich. Wird dieser im Neubau eingebracht, enthält er eine Menge Feuchtigkeit, die vor dem Innenausbau zwingend entfernt werden muss. Geschieht dies nicht fachgerecht und zu schnell, dann sind die unerwünschten Folgen vorprogrammiert. Wie Estrich fachgerecht aufgeheizt und damit getrocknet wird – insbesondere wenn eine Fußbodenheizung eingebracht wird –, was ein Aufheizprotokoll ist und was es bei mobilen Heizzentralen zu beachten gibt, erfahren Sie im Folgenden.

Estrich aufheizen – warum das zwingend notwendig ist

Damit Estrich gleichmäßig verlegt werden kann, ist er verhältnismäßig flüssig: Er enthält also viel Wasser. Wird dieses Wasser nicht vor dem Start des Innenausbaus zuverlässig entfernt, gibt der Estrich die Feuchtigkeit an den Raum ab, was zu erheblichen Feuchte- und Schimmelproblemen führen kann. Estrich ist außerdem im Laufe seines „Lebens“ erheblichen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Ist der Innenausbau des Neubaus abgeschlossen und die Heizung im Haus in Betrieb, kann es – besonders wenn eine Fußbodenheizung installiert wurde, die in den Estrich verlegt wird – durchaus zu Veränderungen der Temperaturen bis zu 50° C kommen. Eine enorme Belastung für das Material. Um auszuschließen, dass dann Risse im Boden entstehen, muss nach dem Einbringen des Estrichs sichergestellt werden, dass er fachgerecht aufgeheizt wird und komplett durchgetrocknet ist.

Heißt das also: Temperatur in möglichst kurzer Zeit möglichst hochstellen und abwarten? Sicher nicht. Um Estrich professionell aufzuheizen, sind Fachwissen und entsprechendes Equipment zwingend notwendig. Die Temperatur muss langsam und kontinuierlich gesteigert werden, um Risse im Zement-Estrich zu vermeiden. Und genau so muss sie kontrolliert wieder abgesenkt werden.

Wurde im Neubau der Estrich verlegt und die Fußbodenheizung eingebracht, dann gelten unterschiedliche Zeiträume für die Trocknung – ganz abhängig davon, welche Art von Estrich verwendet wird.

  • Schnellzement-Estrich benötigt für die Trocknung etwa drei bis vier Tage.
  • Calciumsulfat-Estrich trocknet mit sieben Tagen etwas länger.
  • Zement-Estrich ist noch anspruchsvoller: Er benötigt etwa 21 Tage, um durchzutrocknen.

Mobile Heizzentralen zum normengerechten Aufheizen

Grundsätzlich ist aber bei allen Sorten von Estrich wichtig, dass die Temperatur in den Räumen nicht unter 5 bis 10° C fällt. Wir empfehlen den Einsatz mobiler Bauheizungen, da im Neubau die Heizung in der Regel zu dieser Bauphase noch nicht in Betrieb ist.

Neben dem Fall, dass die Brennstoffversorgung noch nicht gegeben ist, kann es außerdem sein, dass im Neubau eine Wärmepumpe zum Heizen genutzt werden soll. Diese können häufig keine ausreichende Energie zur Verfügung stellen, um den Estrich fachgerecht aufheizen zu können. Auch hier ist also eine mobile Lösung notwendig, um den Estrich aufzuheizen.

Mit unseren leistungsstarken mobilen Heizzentralen mieten Sie flexible Geräte für die Aufheizung des Estrichs. Im Angebot haben wir Heizzentralen mit einer Heizleistung von 21 kW oder 36 kW für bis zu 150 m² bzw. 250 m² Estrichfläche. Mieten Sie Ihre mobile Heizzentrale bei uns und lassen Sie sich beraten, welche Geräte sich für Ihren Einsatz eignen. Nutzen Sie unseren Service und lassen Sie sich die Geräte zum gewünschten Zeitpunkt auf die Baustelle liefern und verlassen Sie sich darauf, Ihren Estrich normenkonform aufzuheizen.

Die Stromversorgung der elektrischen Heizzentralen kostet Sie in etwa sechs Euro pro Quadratmeter. Für eine Fläche von 200 Quadratmetern können Sie also etwa 1.200 Euro Stromkosten einplanen.

Fachgerecht aufheizen in zwei Phasen

Kommen wir nun zum etwas komplizierteren Teil der Estrichtrocknung. Damit Sie den Estrich professionell aufheizen können und er fachgerecht trocknet – und Sie im Nachhinein keinen Ärger mit dem Material haben – gilt es einiges zu beachten. Wichtig: Gerade zu Beginn ist nicht nur das Heizen entscheidend, sondern auch das Lüften von enormer Bedeutung. Denn die Feuchtigkeit, die der Estrich an den Raum abgibt, muss aus dem Raum entweichen können und mit frischer Außenluft ausgetauscht werden.

Ist eine kontrollierte, mehrmals am Tag durchgeführte Lüftung nicht möglich, sollten Sie zur Unterstützung immer auf Bautrockner zurückgreifen.

Für die fachgerechte Trocknung legt der Fachmann ein sogenanntes Aufheizprotokoll an. In diesem werden die jeweiligen Schritte der Trocknung im Detail dokumentiert. Das Dokument dient im Nachhinein als Teil der Gewährleistung des Heizungsbauers. Treten später Schäden auf, dann muss nachgewiesen werden, wie genau das Aufheizen des Estrichs durchgeführt wurde.

Der Fachmann führt die Trocknung in zwei Phasen durch:

  1. Funktionsheizen – hier wird die Funktionstüchtigkeit der Fußbodenheizung sichergestellt.
  2. Belegreifheizen – hier wird die Restfeuchte aus dem Estrich entfernt, um ihn bereit für das Belegen des Fußbodenbelags zu machen.

Entscheidend für die Gewährleistung: das Aufheizprotokoll

Beide Phasen sind im Aufheizprotokoll Schritt für Schritt zu dokumentieren. Darin notiert wird der jeweilige Tag der Trocknung, die Vorlauftemperatur an diesem Tag und etwaige Anmerkungen. Hier sollte auch das korrekte Lüften sowie die Feuchtemessungen, die pro Raum erfolgen, notiert werden.

Als Teil der Gewährleistung ist es wichtig, dass der Fachmann dieses Protokoll durchgängig führt und jeden Tag unterzeichnet. Wie genau das Dokument auszusehen hat, ist abhängig von der Estrich-Art, dem Hersteller, der verlegten Dicke und der Mischung. Informieren Sie sich also beim Hersteller, wie genau das Protokoll für seinen Estrich zu lauten hat. Wie ein solches Protokoll beispielhaft aussehen kann, sehen Sie hier:

Tag Vorlauftemperatur Anmerkung Datum Unterschrift
21 25 Grad
22 25 Grad
23 25 Grad
24 30 Grad

 

Funktionsheizen

Während der Phase des Funktionsheizens (DIN EN 1264-4) weist der Heizungsbauer die Mängelfreiheit der Fußbodenheizung nach. Hier wird etwa drei Tage lang eine Vorlauftemperatur von 25° C gehalten. Im Anschluss wird die Temperatur auf den maximal möglichen Wert gesteigert und diese Temperatur dann für weitere vier Tage gehalten. Darauf folgt die Abheizphase: Nun wird die Vorlauftemperatur wieder langsam gesenkt. Achtung: In dieser speziellen Phase der Trocknung ist Zugluft gefährlich. Setzen Sie hier besser auf den Einsatz von Bautrocknern. Ansonsten gilt aber: Achten Sie auf regelmäßiges Lüften, damit die vom Estrich abgegebene Feuchtigkeit entweichen kann.

Belegreifheizen

Nun folgt die zweite Phase: das Belegreifheizen. Sie bereiten den Boden nun darauf vor, dass der Oberboden verlegt werden kann. Auch in dieser Phase – also nach dem Funktionsheizen – kann der Boden noch Feuchtigkeit enthalten, was zu späteren Schäden führen kann. Die Belegreifheizphase sollte direkt auf das Funktionsheizen folgen. Gestartet wird bei etwa 25° C. Nun wird die Vorlauftemperatur bis zur maximal möglichen Temperatur täglich um 10° C gesteigert. Um festzustellen, ob der Estrich ausreichend aufgeheizt ist, muss nun eine CM-Messung mit einem Feuchtemessgerät erfolgen. Wird die zulässige Restfeuchte nicht mehr überschritten, kann der Prozess abgeschlossen werden, dann wird die Vorlauftemperatur wieder schrittweise gesenkt. Dies geschieht in Schritten von 10° C pro Tag bis die Ausgangstemperatur wieder erreicht ist.

Wie hoch darf die Restfeuchte maximal sein? Das hängt von der Estrich-Art ab:

  • Zement-Estrich: Restfeuchte max. 1,8 %
  • Calciumsulfat-Estrich: Restfeuchte max. 0,3 %

Estrich aufheizen: Der Abschluss

Lassen Sie nun den Estrich noch drei Tage auf Raumtemperatur abkühlen. Führen Sie eine abschließende CM-Messung durch und notieren Sie den Wert im Protokoll. Ist das Belegreifheizen abgeschlossen, darf nicht zu viel Zeit bis zum Verlegen des Bodenbelags vergehen. Andernfalls muss der Estrich erneut auf- und wieder abgeheizt und die CM-Messung durchgeführt werden. In der Regel ist Zement-Estrich nach etwa zwei bis drei Tagen begehbar, nach rund zehn Tagen kann er komplett belastet werden.

Beim Funktions- oder Belegreifheizen unterstützen wir Sie mit unseren mobilen elektrischen Heizzentralen.

 

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Die richtige Trocknung von Estrichen

Während der Trocknung von Estrichen steht ein Großteil der Baustelle in der Regel mehr oder weniger still. Die nachfolgenden Gewerke können erst dann zum Beispiel mit dem Verlegen des Fußbodenbelags beginnen, wenn der Estrich belegreif ist. Daher ist es Ansinnen des Bauherrn, die Trocknung von Estrichen möglichst schnell abzuschließen. Gleichzeitig gilt es in dieser Phase auch einiges zu beachten, da ansonsten teure Folgeschäden eintreten können. Diese sind unter Umständen erst nach Monaten oder sogar Jahren sichtbar und müssen dann ausgebessert werden. Daher sollten während der Trocknung von Estrichen keine Kompromisse eingegangen werden. Zum einen muss die Temperatur in den betroffenen Räumen stimmen, denn nur ausreichend warme Luft kann die Feuchtigkeit aufnehmen, die aus den Estrichen austritt und an die Luft abgegeben wird. Zum anderen muss die Luft regelmäßig von der Feuchtigkeit wieder befreit werden. Dies ist manuell durch bestimmte Lüftungsintervalle möglich. Vereinfacht wird der Prozess durch den Einsatz von Bautrocknern.

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Fliessestrich trocknen

Fließestrich wird insbesondere dann gerne verwendet, wenn Zeit gespart werden soll oder der Estrich im Zusammenhang mit einer Fußbodenheizung zum Einsatz kommt. Denn er trocknet im Vergleich zu anderen Estricharten schneller und bringt gute Wärmeübertragungs-Eigenschaften mit. Um Fließestrich zu trocknen gibt es – wie bei anderen Estrichsorten – Einiges zu beachten. Insbesondere das richtige Lüften entscheidet darüber, ob der Fließestrich richtig trocknet und im Nachhinein keine Schäden entstehen. Denn wenn die Trocknungsphase nicht korrekt eingehalten wird, es Komplikationen beim Lüften oder mit den Temperaturen gibt oder der Fließestrich zu früh belegt wird, dann drohen im Späteren Folgekosten etwa durch Risse im Bodenbelag oder Feuchtigkeitsschäden wie Schimmel. Daher sollte beim Trocknen von Fließestrich genau auf richtige Zeiten und Konditionen geachtet werden. Auch im Zusammenhang mit der Fußbodenheizung gibt es Einiges zu beachten, denn diese muss mit einem speziellen Aufheizprogramm in Betrieb genommen werden. Am Ende entscheidet die Restfeuchte, ob der Fließestrich belegreif ist.

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Estrich trocknen ohne Heizung

Die Trocknungsphase von Estrich im Bau ist entscheidend für die Bauqualität. Werden hier Fehler gemacht, um vermeintlich Geld zu sparen, kann das später – unter Umständen auch noch Jahre später – zu um ein Vielfaches höheren Folgekosten führen. Will man Estrich ohne Heizung trocknen, muss man die immensen Mengen an Feuchtigkeit, die dabei entstehen, in den Griff bekommen. Insbesondere in der kalten Jahreszeit ist es kaum möglich ohne technische Unterstützung, nur durch Lüften etwa, den Estrich ausreichend zu trocknen und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Der Einsatz von Bautrocknern stellt sicher, dass die Feuchtigkeit, die der Estrich an die Umgebungsluft abgibt, kontrolliert abgeführt wird und der Estrich auch ohne Heizung fachgerecht trocknet, sodass später keine Schimmel- oder andere Feuchtigkeitsprobleme entstehen. Bautrockner entziehen der Luft die überschüssige Feuchtigkeit kontrolliert und können rund um die Uhr arbeiten. So können Sie Estrich auch ohne Heizung verlässlich trocknen und die Trocknungsphase auf etwa drei bis vier Wochen minimieren.

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