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Estrich zu früh belegt

Wird Estrich zu früh belegt – also bevor der Trocknungsvorgang abgeschlossen ist – dann kommt es schnell zu Schimmel, Fäulnis oder anderen Feuchtigkeitsschäden. Zudem führt eine zu frühe Belegung des Estrichs zu Schäden im verlegten Bodenbelag. Der Boden wölbt sich dann, es kommt zu Verformungen, Rissen oder weiteren Schäden im Bodenbelag – Schäden, die teilweise erst Jahre später auftauchen und deren Behebung immense Kosten verursacht.

Daher sollte man beim Trocknungsvorgang des Estrichs mit größtem Bedacht vorgehen und die Restfeuchte des verlegten Estrichs exakt im Blick haben. Wichtig: Estrich niemals zu früh belegen!

Feuchtigkeit wird zum Problem

Estrich hat ein sehr hohes sogenanntes Schwundverhalten. Das bedeutet, dass er sich während der Trocknung zusammenzieht und damit seine Form verändert. Während der Trocknungsphase hat der Estrich Zeit, die Feuchtigkeit an die Luft abzugeben und gleichmäßig seine Form zu verändern. Es verbleibt – sofern man den Estrich nicht zu früh belegt – eine ebenmäßige Oberfläche. Belegt man den Estrich aber zu früh, dann bleibt die Feuchtigkeit unter einem Bodenbelag, kann also nicht über die Umgebungsluft aus dem Estrich entweichen.

Estrich zu früh belegt bei Holzfußböden

Belegen Sie Estrich zu früh mit einem Holzfußboden wie Parkett, führt das zu Schäden an ebendiesem. Da Holz ein „atmendes“ Material ist, kann die darunter entstandene Feuchtigkeit dazu führen, dass der Fußboden sich verformt. Es entstehen also Dellen, Brüche oder Wölbungen. Das ist nicht nur unschön und ärgerlich, sondern kann auch zur Stolperfalle werden. Bei kleineren Schäden kann man hier mit Abschleifen Abhilfe schaffen, im schlechtesten Falle aber muss der Boden neu verlegt werden.

Natürlich besteht auch die Gefahr von Schimmel und anderen Feuchtigkeitsproblemen. Die Feuchtigkeit, die sich zwischen dem zu früh belegten Estrich und dem Holzfußboden gesammelt hat, kann über Jahre hinweg langsam schimmeln. Sichtbar werden solche Schäden unter Umständen erst nach ein bis zwei Jahren. Dann hat sich der Schimmel aber meistens schon über größere Flächen ausgebreitet. Nicht unterschätzt werden sollte die Gefahr von Schimmel für die Gesundheit – insbesondere, wenn Allergiker oder Immungeschwächte im Haus leben. Dann hilft es nichts – der Schimmel muss eliminiert werden, der Boden erneuert: Das wird aufwändig und teuer.

Probleme bei Kunststoffböden

Wird Estrich zu früh mit Kunststoffböden wie Vinyl belegt, dann kann die Feuchtigkeit nicht durch das Material entweichen, wie sie es bei Holz tut – was dann wie beschrieben zu Verformungen führt. Hier ist die Feuchtigkeit unter dem Kunststoffboden eingeschlossen und sammelt sich. Das Wasser sucht sich dann seinen Weg und verursacht dann Schimmel an den Randfugen oder hinter den Fußleisten des Bodens. Auch hier muss also im Nachhinein gehandelt werden, um Schäden an der Bausubstanz und Gefahren für die Gesundheit gering zu halten.

Feuchtigkeitsmessung vor dem Verlegen des Bodens

Es ist also immens wichtig, den Estrich nicht zu früh zu belegen und die angemessene Trocknungszeit vergehen zu lassen, bevor der Bodenbelag verlegt wird. Auch wenn insbesondere im Neubau die Zeit meistens drängt: Im Nachhinein lohnen sich hier die Tage, die man spart, nicht – wenn man zum Schluss im Zweifel den Bodenbelag wieder abnehmen und erneuern muss.

So oder so gilt immer: Bevor der Bodenbelag gelegt wird – ganz egal ob Fliesen, Vinyl, Holzboden oder andere Materialien – muss der Trocknungsgrad des Estrichs überprüft werden. Nur wenn die Trocknung ausreichend abgeschlossen ist, kann der Bodenbelag bedenkenlos verlegt werden.  

In der Regel nimmt der Fachmann eine Feuchtigkeitsmessung vor, um den Restfeuchte-Gehalt im Estrich zu überprüfen und festzustellen, ob der Estrich bereit für den Bodenbelag ist. Wenn im Estrich eine Fußbodenheizung verlegt ist, dann muss an dieser Stelle noch ein spezielles Aufheizprogramm durchlaufen werden. Hierbei sollte unbedingt der Hersteller der Fußbodenheizung beratend zur Seite stehen.

Auf der sicheren Seite mit Bautrocknern

Wenn Sie sichergehen wollen, dass Sie den Estrich nicht zu früh belegen und dabei auch noch Zeit sparen wollen, dann empfiehlt sich der Einsatz von Bautrocknern, um die Trocknungsphase des Estrichs kontrolliert zu beschleunigen. Fordern Sie gerne ein unverbindliches Angebot bei uns an, wir beraten Sie gerne.

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Estrich richtig trocknen

Warum ist die Trocknung des Estrichs so wichtig?
Die Phase, in welcher der Estrich richtig trocknet, ist eine der wichtigsten im Rahmen eines Hausbaus oder einer Sanierung. Werden hier Fehler gemacht oder wird nicht durchdacht gearbeitet, dann kann das dazu führen, dass sich im Späteren Schäden an der Bausubstanz bilden. Diese wieder zu reparieren, kostet Zeit und Geld, und ist vor allem extrem aufwändig. Risse im Boden oder auch Feuchtigkeitsschäden mit Schimmel als Folge können die Konsequenz sein, wenn der Estrich nicht richtig trocknet. Daher sollte dieser Vorgang möglichst von Fachleuten begleitet werden und im Idealfall durch Bautrockner kontrolliert und effizient durchgeführt werden.

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Optimale Luftfeuchtigkeit im Haus

Wie ist die optimale Luftfeuchtigkeit im Haus? Das lässt sich pauschal nicht verlässlich beantworten, hierfür muss man einen Blick in die einzelnen Räume und deren Nutzung werfen. In Räumen wie der Küche oder dem Badezimmer ist die Belastung durch Wasser viel höher als in anderen Räumen. Hier steigt die Feuchtigkeit im Raum sehr schnell sehr hoch an, etwa nach dem Baden oder Duschen oder auch nach dem Abwasch oder dem Öffnen der Spülmaschine. In diesen Räumen gelten daher andere Optimalwerte, was die Luftfeuchtigkeit im Haus betrifft, als beispielsweise im Wohnbereich. So oder so sollten Sie die Werte im Blick behalten und mit einem Hygrometer regelmäßig die Luftfeuchtigkeit im Haus messen. Sollte sich herausstellen, dass die Luftfeuchtigkeit im Haus dauerhaft zu hoch ist – wenn auch nur in bestimmten Räumen – dann müssen Maßnahmen ergriffen werden. Ein Luftentfeuchter kann hier schnell und effektiv Abhilfe schaffen. Wir beraten Sie gerne, welche Geräte sich eignen.

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Luftentfeuchtung mit Adsorptionstrocknung

Adsorptionstrockner bieten Ihnen vielfältige Vorteile, wenn es um effiziente und leistungsstarke Luftentfeuchtung geht. Sie arbeiten auch bei Temperaturen von bis zu -20° C zuverlässig, daher sind sie in vielen Bereiche im Industrieumfeld einsetzbar. Adsorptionstrockner sind außerdem besonders leicht in der Handhabung, da hier kein Kondensat anfällt, das regelmäßig entleert werden muss – so wie dies beispielsweise bei Kondensationstrocknern notwendig ist. Die Flüssigkeit, welche die Geräte aus der Umgebung aufnehmen, werden im Inneren des Adsorptionstrockners in Prozessluft gebunden und anschließend über einen Schlauch abgeführt. Sie können bei der Trocknung mit Adsorptionstrocknern einen besonders niedrigen Restfeuchtegehalt von unter 35 % erreichen – und damit weitaus bessere Werte als beispielsweise mit Kondensationstrocknern erzielen. Wir empfehlen den Einsatz von Adsorptionstrocknern in vielen Bereichen der Industrie. Sie eignen sich zum Beispiel für die Arzneimittel-, Lebensmittel-, Kunststoff- und Süßwarenindustrie, für Trocken-, Holz- und Zeltlager, Eishallen und Brücken, aber auch in Wasserwerken und Pumpstationen oder in Gefriertunneln und Tiefkühllager.

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