Sehr geehrte Kunden und Geschäftspartner,

der Klimawandel ist in aller Munde und lässt sich nicht mehr ignorieren. In unserem täglichen Geschäftsleben in der Baubranche können wir dies deutlich spüren und jedes Jahr erneut erleben. Der Klimawandel sorgt für immer mehr Extremwetterlagen. Bei uns sind dies hauptsächlich Starkregenereignisse, die ganze Baustellen im Sommer unter Wasser setzen und bei Kellerbauten oft zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erforderlich machen. Die Wasserschäden bei Rohbauten und durch überflutete Keller nehmen in den letzten Jahren deutlich zu.

Früher waren es die meisten Gewerke gewohnt, im Winter durch viele Schlechtwettertage nicht arbeiten zu können. In den letzten Jahren gab es nur sehr wenige Wintertage, die eine Arbeit auf dem Bau unmöglich machten. Die meiste Zeit wurde durchgearbeitet. Für viele Firmen in unserer Branche ist dies natürlich wirtschaftlich von Vorteil, sollte uns allen jedoch zu denken geben, weil die verursachten Probleme nach Aussagen der Wissenschaft in den kommenden Jahrzehnten weiter zunehmen werden.

Dies wird für uns z.B. ganz praktisch bedeuten:

  • höhere Kosten bei der Witterungsabsicherung der Baustellen
  • mehr Wasserschäden durch Oberflächenwasser
  • erhöhte Sicherheitsvorschriften bereits in den Baugenehmigungsverfahren zur Absicherung der Objekte gegen Starkregenereignisse. Hieraus resultieren höhere Baukosten und mehr Aufwand in der Planung.

Aus diesem Grund haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir für unser Unternehmen Maßnahmen zur Nachhaltigkeit planen und umsetzen können. Zunächst waren es nur kleinere Maßnahmen, die jetzt zuletzt in der Idee mündeten, die kompletten CO₂-Emissionen durch den Einsatz unserer Geräte für unsere Kunden zu kompensieren.

Ich bin überzeugt davon, dass Maßnahmen zum Klimaschutz auf politischer Ebene gesteuert werden müssten. Leider mahlen die Mühlen der Bürokratie hier sehr langsam und es wird Jahre dauern, bis Maßnahmen einen sichtbaren Erfolg erzielen werden.

Aus diesem Grund ist es aus meiner Sicht wichtig, dass wir Unternehmen und Privatpersonen unseren eigenen Beitrag zu mehr Klimaschutz leisten und mit guten Beispiel vorangehen müssen. Ich habe hier einige Ideen aufgegriffen, die vielleicht für Sie interessant sein können:

  • die Umstellung auf Öko-Stromtarife in Unternehmen und durch Privatpersonen wird für mehr Nachfrage nach dieser Form der Stromgewinnung sorgen. Dies fördert durch das einfache Prinzip von Angebot und Nachfrage automatisch den Ausbau der erneuerbaren Energien. Über verschiedene Wechselportale ist ein Anbieterwechsel mit wenigen Mausklicks umgesetzt und die Öko-Stromtarife sind in der Regel nicht mehr teurer als andere Tarife. Eine Ausrede gibt es hier eigentlich nicht mehr 🙂
  • Die Nachfrage bei den örtlichen Energieversorgern nach Ökostrom als Baustrom könnte hier zu einem Umdenken führen. Schließen Sie sich mit Ihren zukünftigen Nachbarn zusammen und starten Sie gemeinsame Anfragen. Zudem sind andere Stromtarife in der Regel oft günstiger als Baustromtarife.
  • Wenn finanziell möglich: beheizen Sie Ihr Haus mit Strom als Primärenergie durch den Einsatz von Luft-Wärme oder Erdwärmepumpen. Der Strom lässt sich CO₂-neutral beziehen.
  • Wenn finanziell möglich: planen Sie eine eigene Photovoltaik-Anlage auf Ihrer neuen Dachfläche ein. Der Eigenverbrauch kann mittlerweile nahezu komplett gedeckt werden. In Zukunft wird an Elektromobilität zusätzlich kein Weg vorbeiführen.
  • Statt einer eigenen Solaranlage gibt es mittlerweile viele Crowdfounding-Projekte, die Solarparks oder Windkraftanlagen bauen. Durch eine Beteiligung an so einem Projekt fördern Sie den regionalen Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung und können sich gleichzeitig selbst mit Ökostrom versorgen.
  • Nehmen Sie alle 3 Monate oder einmal im Jahr den Kilometerstand Ihres Lieferwagens oder Privat-PKW und kompensieren Sie die CO₂-Emissionen über einen der zahlreichen Anbieter im Internet.

Ich würde mich freuen, wenn ich Ihnen hier ein paar Wege für einen nachhaltigeren Bau oder eine CO₂-Reduzierung im Geschäftsbetrieb aufzeigen konnte.

Für weitere Ideen bin ich immer offen und würde mich über Ihre Kommentare und weitere Verbesserungsvorschläge freuen.

Ihr

Marco Treimer

- Geschäftsführer der BTVL GmbH -

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